Positionspapier der DGNN zur strukturellen Rolle der Neuropathologie in der personalisierten Neuroonkologie

Die personalisierte Neuroonkologie entwickelt sich derzeit mit hoher Dynamik weiter. Fortschritte in der morphologischen, molekularen und interdisziplinären Diagnostik verändern die Anforderungen an die strukturelle Einbindung der beteiligten Fächer. Vor diesem Hintergrund legt die Deutsche Gesellschaft für Neuropathologie und Neuroanatomie (DGNN) mit dem vorliegenden Positionspapier „Neuropathologie als struktureller Leistungsträger der personalisierten Neuroonkologie -Zentren für Personalisierte Medizin (ZPM), Molekulare Tumorboards und § 64e-SGB-V-Strukturen“ ihre fachliche Position zur Rolle der Neuropathologie in der personalisierten Neuroonkologie dar.

Das Positionspapier wurde unter Berücksichtigung der aktuellen Versorgungsrealität sowie im fachlichen Austausch mit benachbarten Disziplinen erarbeitet und in einzelnen Punkten weiter präzisiert. Es versteht sich als Beitrag zu einer sachlichen, qualitätsorientierten und patientenzentrierten Weiterentwicklung der neuroonkologischen Versorgung und formuliert die Sicht der DGNN auf die fachliche und strukturelle Rolle der Neuropathologie, ohne den Anspruch zu erheben, sämtliche Perspektiven anderer Disziplinen vollständig abzubilden. Unabhängig davon bleibt aus Sicht der DGNN festzuhalten, dass die Neuropathologie aufgrund ihrer fachlichen Zuständigkeit, methodischen Kompetenz und universitätsmedizinischen Verankerung ein unverzichtbarer Partner in der personalisierten Neuroonkologie ist.

Die DGNN versteht dieses Papier zugleich als Beitrag zum weiteren fachlichen Austausch und steht für die sachliche Diskussion seiner Inhalte mit den beteiligten Disziplinen gerne zur Verfügung.